Stadtrundgänge
Wir empfehlen Ihnen
zum Besichtigen folgende Rundwege in Fürstenwalde.
Der besondere Tipp: Wege durch die Stadt
Mit ihrer mehr als 700-jährigen Geschichte hat die Stadt Fürstenwalde eine Menge Geschichte zu bieten. Auf zwei ausgeschilderten und geführten Rundwegen gelangt man zu 29 Gebäuden, Orten und Plätzen, die Stadtgeschichte geschrieben haben und selbst Geschichten erzählen.
Rundweg 1 ist ca. 1,5 Kilometer lang und kommt an allen wichtigen historischen Bauten und Plätzen in der Innenstadt vorbei. Rundweg 2 ist ca. 3,5 Kilometer lang und führt den historisch interessierten Stadtspaziergänger auch noch am Spreeufer entlang. Dies ist eine guten Kombination für alle die, die Erkenntnisgewinn und Naturerlebnis verbinden wollen.
Einige Objekte wie der St. Marien Dom oder das Alte Rathaus zählen als stadtbildprägende Gebäude ganz zweifellos dazu. Aber auch über scheinbar unscheinbare Gebäude kann man Überraschendes erfahren. So beispielsweise über den Fürstenwalder Bahnhof, der bereits 1842 erbaut wurde und damit zu den ältesten ganz Deutschlands gehört. Wer dem Rundweg folgt, erfährt über ein lebendiges jüdisches Leben in Fürstenwalde oder trifft auf Orte, die a die Brauereitradition der Stadt erinnern. Auch das schmalste Haus, das sich in der Tuchmacherstraße befindet und nur 3,83 Meter breit ist, ist Teil des Stadtrundgangs.
Ein Faltblatt, das einen Stadtplan enthält und knappe Informationen zu allen 31 Objekten, ist im Tourismusbüro erhältlich. Versionen in englischer und polnischer Sprache sind ebenfalls im Tourismusbüro zu bekommen.

1. Bahnhof
Der Bahnhof der Stadt Fürstenwalde ist einer der ältesten in Deutschland. Er wurde 1842 in Betrieb genommen.
2. Villa Lässig
Die reich verzierte Gründerzeitvilla war zugleich Wohnhaus und Limonadenfabrik und ist auch als Villa Perponcher bekannt.
3. Stadtgraben
Über Jahrhunderte war die Stadt von Stadtmauer und Graben umgeben. Auch hier am Töpfergraben sind Mauerreste aus dem 14. und 15. Jahrhundert sichtbar.
4. Altes Rathaus
Seit 500 Jahren ist das Rathaus das Zentrum des politischen Lebens der Stadt und prägt den Marktplatz. Heute befinden sich hier der Festsaal, das Standesamt und die Kunstgalerie Altes Rathaus.
5. Bürgerhaus
Zwischen Markt und Dom gelegen prägt dieses Bürgerhaus seit mehr als 200 Jahren eine der markantesten Ecken der Stadt.
6. St. Marien Dom
Der St. Marien Dom von 1446, mehrfach zerstört und wieder aufgebaut, ist ein Wahrzeichen der Stadt. Er ist neben dem Havelberger Dom und dem der Stadt Brandenburg einer der drei märkischen Dome.
7. Domschule
150 Jahre wurde dieses Gebäude als Schule genutzt. Es beherbergt heute das Stadtmuseum.
8. Kulturfabrik
Im Jahr 1891 als Bierbrauerei gebaut, später über Jahrzehnte Lebensmittellager, ist das eindrucksvolle Backsteingebäude heute ein kulturelles Zentrum der Stadt Fürstenwalde.
9. Bischofsschloss
Entstanden als Teil einer mittelalterlichen Burganlage wurde dieses Gebäude mit dem Umzug des Bistums im Jahr 1385 Teil des Bischofsschlosses.
10. Mords Eck
An dieser Stelle wurde seit dem Mittelalter Bier gebraut. Das Haus selbst stammt aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts. Erhalten hat sich ein einzigartiger hölzerner Umgang im Innenhof.
11. Braugeschichte
Diese Tafel gibt Auskunft über eine Fürstenwalder Besonderheit: Die Stadt galt zu Recht als Stadt der Bierbrauer und -trinker. Noch im 18. Jahrhundert hatten 104 Bürger das Braurecht.
12. Stieber & Stimmig
Hinter der Fassade eines Wohnhauses aus der Mitte des 19. Jahrhunderts verbirgt sich ein historisches Brauereigebäude, das sich nahtlos in die Umgebung einfügt.
13. Schmalstes Haus
Das mit einer Breite von 3,83 Metern schmalste Haus Fürstenwaldes ist zugleich eines der ältesten. Es stammt aus dem 17. Jahrhundert.
14. Goetheplatz
Diese ruhige Oase direkt an der Stadtmauer besticht durch die uralten Eichen und einen Abenteuerspielplatz. Der Bullenturm hat sich als Teil der Stadtmauer erhalten und steht unter Denkmalschutz.
15. Synagoge
Über ein halbes Jahrhundert war auf dem Hof des jetzigen Gebäudes die Synagoge, der Mittelpunkt jüdischen Lebens in Fürstenwalde, bevor sie 1938 zerstört wurde.
16. Schule
Die 1865 erbaute Schule mit einer imposanten Fassade war Wirkungsstätte zahlreicher bedeutender Lehrerpersönlichkeiten.
17. Ottomar-Geschke-Platz
Entstanden am Knotenpunkt wichtiger Straßen widerspiegelt kein anderer Platz in Fürstenwalde mit seinen Namen und Denkmalen so sehr den gesellschaftlichen und politischen Wandel.
18. Evangelisch-Lutherische Kirche
Als Freikirche ohne Turm und Glocken im Jahr 1883 erbaut, befindet sich der Chor im Westen, der Eingang mit Schaufassade liegt nach Osten zur Hauptstraße hin.
19. Niederlagetor
Dieses mittelalterliche Wirtschaftstor war Teil der Stadtbefestigung. Man legte die Waren davor nieder, d.h. bot sie zum Kauf an.
20. Spreemühle
Das 1837 als Wassermühle errichtete Gebäude war vermutlich der erste Fürstenwalder Industriebau aus Backstein.
21. Spreepromenade
Seit jeher verband die Spree Fürstenwalde mit dem Rest der Welt, war Lebensader, Transportweg, aber auch Barriere und politische Grenze.
22. Henry Hall
Erst Wollspinnerei, dann Pumpenfabrik, später militärisch genutzt, lädt das ehemals bebaute Areal an der Spree heute zum Wohnen und Erholen ein.
23. Weberhäuser
Zu Zeiten des preußischen Königs Friedrich II. errichtet, waren die Weberhäuser kurze Zeit Heimstatt sächsischer Damastweber und gelten als Beispiel typischer Kolonistenhäuser.
24. Stadtpark
Sehen und gesehen werden: Stets war der Mitte des 19. Jahrhunderts angelegte Fürstenwalder Stadtpark ein Ort des Lustwandelns und Gedenkens.
25. Aufbauschule
Von den 20er Jahren bis 1945 lernten Generationen von Fürstenwalder Schülern in dieser Schule. Bis 1994 waren hier russische Streitkräfte stationiert.
26. Jagdschloss
1699 auf Betreiben des Kurfürsten Friedrich III. als Jagdschloss mit Lustgarten errichtet, wurde das Haus nach nur einem halben Jahrhundert zum Lagerhaus für das Militär umgebaut.
27. Knabenschule
Ende des 19. Jahrhunderts als Kaserne konzipiert, wird dieser massive Backsteinbau seit seiner Errichtung 1891 als Schule genutzt.
28. Seilerplatz
Hier wurden früher Seile gespannt. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts prägt die neogotische Kirche St. Johannes Baptist den Platz.
29. Jüdischer Friedhof
Ab 1829 wurden auf diesem Friedhof jüdische Mitbürger beerdigt. Im Jahr 2001 wurde die ehemalige Begräbnisstätte würdig wieder hergerichtet.
30. Ulanenkaserne
Die 22 ha große Kaserne wurde ab 1894 erbaut und steht unter Denkmalschutz. Sie ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie ein ehemaliges Militärobjekt zu Wohnzwecken umgebaut wurde.
31. Galgenberg
Der Galgenberg, einst Hinrichtungsstätte, ist heute zusammen mit dem „Fürstenwalder Hof” ein Ort der Erholung.


